Quo vadis, Kfz-Sparte?

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Derzeit atmen viele deutsche Versicherer auf: Nach sechs defizitären Jahren soll die Kfz-Versicherung 2014 wieder aus dem Minus kommen. Die Prämien steigen bereits seit 2011 – und für das kommende Jahr sind Beitragserhöhungen von weiteren fünf Prozent in Sicht. Von einer Erholung zu sprechen, wäre indes unangemessen: Strukturelle Faktoren sorgen für einen langfristig anhaltenden Margendruck in der Kfz-Versicherung.

Das Marktvolumen wird insgesamt sinken – zum einen aufgrund der abnehmenden Attraktivität des privaten Autobesitzes in städtischen Regionen, zum anderen durch schadensenkende Technologien im Auto. Der Preiswettbewerb der Versicherer bleibt hoch in einem Markt, in dem Online- und Offlinewelten zusammenwachsen, die Kunden äußerst preissensibel sind und Vergleichsportale für eine hohe Transparenz sorgen. Auch erhöhen neue Möglichkeiten der Risikoselektion den Margendruck.

Für die meisten Versicherer ist ein Ausstieg aus der Kfz-Sparte unmöglich. Sie sind auf die bestehenden Umsatzstrukturen angewiesen und müssen diese systematisch weiterentwickeln. Um den Wandel zu bewältigen, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich – und zum Teil ganz neue Herangehensweisen.

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