Datenmengen meistern

Big data

Vor zwanzig Jahren war es noch nicht so einfach, Daten- und Informationsmengen zusammenzutragen, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern. Heute stehen den Unternehmen aufgrund der oft wahllos zusammengestellten Datenflut und dem einfachen Zugriff auf Millionen von Datensätzen oft viel zu viele Informationen zur Verfügung - die Entscheidungsprozesse sind dadurch schwieriger geworden sind.

Um wesentliche Erkenntnisse aus den Rohdaten zu ziehen, ist vor allem eines wichtig: Man muss wissen, welche Fragen die Daten beantworten sollen und wo die Antworten zu finden sind. Viele Unternehmen kennen das Problem. Um mehr über ihre Märkte, ihre Kunden und ihre Absatzmöglichkeiten zu erfahren, haben sie riesige Datenbanken angelegt. Effektive Entscheider sind nicht nur kreativ, neugierig und geschäftstüchtig, sondern lernen auch zunehmend, den Umgang mit Daten zum Alltag zu machen und kompetent Schlussfolgerungen aus Datenanalysen zu ziehen.

Wenn sich Unternehmen die Mühe machen, die richtigen Fragen zu stellen und herauszu-finden, ist das nur von Vorteil. Die entsprechenden Instrumente sind meist bereits im Unternehmen vorhanden, entweder in Form von Business-Intelligence-Software oder in existierenden Datenbankwerkzeugen. Um Manager bei ihrer Entscheidung zu unterstützen, ob sie in neue Talente, Tools und Kapazitäten investieren sollten, hat Bain ein Rahmenprogramm entwickelt, das vier wesentliche Merkmale von großen Datenmengen beschreibt. Und wenn Manager nicht mindestens mit drei von diesen vier Problemkomplexen konfrontiert sind, ist es unwahrscheinlich, dass sie es wirklich mit einem „Big-Data“-Problem zu tun haben. Und das bedeutet, dass die existierenden Kapazitäten und Instrumente ihrer Organisation derzeit ausreichen dürften.