Internet der Dinge: Wo kann Europa glänzen?

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Technologieanbieter in den USA haben das Potenzial des Internets der Dinge (Internet of Things) längst für sich entdeckt. Auch in Europa herrscht große Begeisterung. Insbesondere im industriellen und gewerblichen Bereich zeigen sich Führungskräfte oft ehrgeiziger und optimistischer als ihre US-amerikanischen Kollegen. Sie sind es auch, die im Vergleich zu anderen Regionen in den nächsten Jahren deutlich mehr digitale Innovationen implementieren wollen.

Bain hat im Rahmen einer Studie insgesamt 500 Entscheidungsträger aus allen Branchen in Europa und den USA zum Thema Internet der Dinge befragt. Während 27 Prozent der europäischen Führungskräfte angaben, IoT-Anwendungen zu implementieren oder es bereits umgesetzt haben, lag der Anteil in den USA bei lediglich 18 Prozent.

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Europäer setzen beim Internet der Dinge offensichtlich andere Schwerpunkte als ihre US-amerikanischen Kollegen:

Qualitätsverbesserung

Zwei Drittel der europäischen Führungskräfte lassen sich von einer möglichen Qualitätsverbesserung ihrer Produkte auf der Basis von IoT-Technologien und Advanced Analytics begeistern. In den USA sind solche Qualitätsverbesserungen nur für ungefähr ein Drittel der Führungskräfte eine Priorität.

Kostensenkung

Drei Viertel der US-amerikanischen Führungskräften erwartet, dass sich ihre Kosten durch das Internet der Dinge und die entsprechenden Analysemöglichkeiten reduzieren. Bei den Europäern wird dieser Vorteil nur von 35 Prozent genannt.

Sicherheit

Das Studienergebnis zeigt, dass die Sicherheitsbedenken bei europäischen Führungskräften ausgeprägter sind als bei ihren US-amerikanischen Pendants. Auf Nachfrage bewerteten 39 Prozent der Kunden in Europa, aber nur 27 Prozent der US-Kunden Sicherheitsprobleme als eine große Hürde für dessen Verbreitung.

Compliance

Auch das Thema Compliance beschäftigt die einen mehr als die anderen: Während 22 Prozent der europäischen Befragten aufsichtsrechtliche Hürden als großes Problem betrachten, äußerten sich dahingehend nur 8 Prozent der US-amerikanischen Führungskräfte. Dieses Bewusstsein könnte sich für europäische Unternehmen in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln, nämlich in der Entwicklung von kosteneffektiven, rechtskonformen Lösungen, mit denen sich Sicherheits- und Datenschutzanfragen durchdacht angehen lassen.

IT Budget

Nicht zuletzt ergab die Studie, dass in Europa in einigen Branchen ein größerer Teil des IT-Budgets für das Internet der Dinge ausgegeben wird als in den USA. So verwenden beispielsweise europäische Führungskräfte aus dem Automobilsektor 24 Prozent ihres IT-Budgets darauf, ihre US-amerikanischen Kollegen jedoch nur 19 %.

Europäische Führungskräfte sollten daher zügig und entschlossen vorgehen, um sich diese Wettbewerbsvorteile zunutze zu machen. Anbieter von IoT-Technologie müssen nicht nur an ihrer Fähigkeit arbeiten, entsprechende Lösungen zu entwickeln und zu implementieren, sondern auch daran, ihre Kunden und deren Geschäft besser zu verstehen.

Klicken Sie hier, um sich die Studie als PDF herunterzuladen.