Kostensenkungen ohne Reue

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Diese Studie ist nur auf Englisch verfügbar.

Kann man sich für Kostensenkungen begeistern?

Möglicherweise, wenn man sich vor Augen führt, wie Mitarbeiter daran arbeiten, betriebliche Abläufe nicht nur effizienter, sondern auch effektiver zu gestalten. Überflüssiges zu vermeiden, kann sehr befreiend wirken. Stellen Sie sich vor: Sie schauen auf die Kostensenkungen der letzten fünf Jahre zurück und haben dabei keinerlei Reuegefühle oder schlechte Erinnerungen.

Unternehmen, deren Geschäft während der Rezession rückläufig war oder die es sogar geschafft haben, die Lage stabil zu halten, haben aus den vorhandenen Ressourcen eine höhere Produktivität herausholen können. Allerdings werden solche Anstrengungen, insbesondere Kürzungen auf breiter Front, oft als vorübergehend und schädlich für das Geschäft erachtet, sobald nachhaltiges Wachstum zurückkehrt.

Aber Kostensenkungsmaßnahmen müssen keine Untergangsstimmung auslösen. In Vorzeigeunternehmen führen Kostenprogramme zu deutlichen Verbesserungen in der operativen Effektivität mit positiven Auswirkungen auf Finanzen, Kundenbeziehungen, Mitarbeiter und andere Bereiche. Der Schüssel zum Erfolg liegt darin, regelmäßig Kosteninitiativen „ohne Reue” zu verfolgen, die das Unternehmen schlanker und effektiver machen werden.

Es mag offensichtlich sein, dass man Kosteninitiativen verfolgen soll, die ein Unternehmen stärker machen oder zumindest angerichteten Schaden begrenzen. Aber in der Praxis sind die Motive für Kostensenkungen oft andere. Unternehmen neigen häufig dazu, Kürzungen als Reaktion auf einen konjunkturellen Abschwung oder Marktveränderungen vorzunehmen – oder weil sie unter dem Druck der Investoren stehen, innerhalb weniger Monate Ergebnisse liefern zu müssen. In einer solchen Situation ist es zu spät für konstruktivere Maßnahmen, die mehr Zeit bräuchten, um identifiziert, geplant und umgesetzt zu werden.

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