Neue Maßstäbe

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Diese Studie ist nur auf Englisch verfügbar

Die Rechtslandschaft wird immer komplexer und Strafmaßnahmen häufen sich. Ein Zeichen dafür ist der starke Aufwärtstrend bei Rechtsstreitigkeiten. Nach einer kürzlich durchgeführten Umfrage in den Rechtsabteilungen von Unternehmen aus den Bereichen Versicherung, Energie, Finanzdienstleistungen sowie dem Gesundheitswesen waren 2013 mindestens zwei Drittel in eine behördliche Untersuchung verwickelt. 52 Prozent berichten, dass sie mehr Zeit damit verbringen, um behördliche Anfragen oder Vollstreckungsverfahren zu bearbeiten. Im Vorjahr waren dies noch 43 Prozent gewesen. Branchenweit bescheren neue Geschäftspraktiken wie elektronische Datenaufbewahrung und mobile Datenverarbeitung den Rechtsabteilungen mehr Arbeit. Über 40 Prozent der Unternehmen hatten 2013 Probleme mit der Geheimhaltung oder dem Datenschutz. Doch nicht nur der Arbeitsumfang steigt: Ein Drittel der Unternehmen muss mindestens mit einem Prozess rechnen, bei dem es um 20 Millionen US-Dollar oder mehr geht. Lediglich 18 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt sind.

Neben dem wachsenden externen Druck auf die Rechtsabteilungen der Unternehmen nimmt auch der interne Druck zu, Kosten zu senken. Einer kürzlich durchgeführten Untersuchung von Sandpiper Partners zufolge standen 2013 rund 80 Prozent der Unternehmen vor dieser Herausforderung. Im Jahr zuvor waren es nur 66 Prozent gewesen.

In vielen Rechtsabteilungen entsteht zunehmend der Eindruck, mehr statt weniger Ressourcen zu benötigen. In erster Linie aber ist eine richtige Schwerpunktsetzung vonnöten. Ist die Rechtsabteilung angesichts der begrenzten Ressourcen und der konkurrierenden Ziele in der Lage, die Komplexität so effizient und effektiv wie möglich bewältigen? Oder anders gefragt: Sind die Prioritäten der Rechtsabteilung die gleichen wie die des Unternehmens? Für viele Rechtsabteilungen in Unternehmen lautet diese Antwort häufig nein.


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