Branchenstrategie

Die Konzentration auf bestimmte Branchen und eine entsprechende Organisation helfen Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren, bessere Ergebnisse zu realisieren. Die fundierte Kenntnis einer Industrie und Zugang zu entscheidenden Führungspersönlichkeiten erleichtern Identifikation potenzieller Deals und erhöhen das Volumen und die Qualität der Deals. Umfassendes Branchen-Know-how ist zudem bei der Due Diligence von Vorteil und steigert beim Management der Zielunternehmen die Glaubwürdigkeit. Nach der Übernahme hilft dieses Wissen, schnell die strategisch richtige Richtung einzuschlagen, das Ergebnis zu verbessern und den Wert zu steigern, erfahrene Manager zu rekrutieren und das Management zu motivieren, die vereinbarten Ziele zu erreichen. Beim Exit wiederum ist eine Private-Equity-Gesellschaft mit fundierter Branchenkenntnis in der besten Position, die richtigen Käufer zu finden und den Verkauf optimal durchzuführen.

Im Rahmen unserer Arbeit mit führenden Private-Equity-Gesellschaften aus aller Welt haben sich sieben Erfolgsfaktoren herauskristallisiert:

  1. Die richtige Branchenstrategie definieren. Die besten Beteiligungsgesellschaften wählen Branchen nach ihrer Attraktivität aus, indem sie Kriterien wie Größe, Wachstumsrate, Markteintrittsmöglichkeiten, Wettbewerbsverhältnisse und vorhandene Zielunternehmen bewerten. Gleichzeitig sondieren sie ihre eigenen Chancen, in der jeweiligen Branche zu den Gewinnern zu gehören.
  2. Fokus auf die richtigen Teilbranchen legen.. „Heat maps" zeigen die interessantesten Sektoren einer Industrieund ermöglichen es den Teams, sich auf die attraktivsten Segmente und Regionen zu konzentrieren.
  3. Gespür für die angestrebten Teilbranchen entwickeln. Die besten Beteiligungsgesellschaften verschaffen sich tief gehende Einblicke in mögliche Veränderungen der Marktanteile, Umsatzschwankungen, neue Profitfelder und andere Trends, die Auswirkungen auf die Attraktivität einer Branche haben.
  4. Investitionsmotiv herausarbeiten. Branchentrends werden in Investitionsmotive übersetzt, die wiederum zu einer Investitionsthese weiterentwickelt werden.
  5. Investitionschancen nutzen. Geschaffen wird ein Netzwerk aus Brancheninsidern, um Übernahmeobjekte zu finden, die mit der Investitionsthese kompatibel sind. Konkrete Pläne zeigen auf, wie die Zielunternehmen anzugehen und Beziehungen aufzubauen sind.
  6. Differenzierungsmerkmale definieren. Die besten Beteiligungsgesellschaften definieren, welche differenzierenden Aktivitäten im Investitionszeitraum zu einer deutlichen Wertsteigerung führen welche Aktionen entlang der Wertschöpfungskette der Investition Eigenständigkeit schaffen und entscheiden, wo sie besondere Kompetenz aufbauen wollen.
  7. Operative Prozesse schaffen. Entwickelt wird ein Talentpool – sowohl intern im Unternehmen als auch extern in Partnerunternehmen. Dieser ist von hoher Bedeutung, um Deals zu finden, die Due Diligence durchzuführen und mit den Portfoliounternehmen zusammenzuarbeiten. Schon im Vorfeld werden mögliche Konflikte zwischen den einzelnen Branchenteams identifiziert und Prozesse für die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie Analystenteams und Portfolioexperten definiert.

Bain ist in allen Phasen dieses Prozesses ein wertvoller Partner. Wir unterstützen, die vielversprechendsten Branchen zu identifizieren, Diversifizierungsmöglichkeiten zu entdecken und entsprechende Investitionsthesen zu entwickeln, operative Prozesse aufzusetzen und Branchenstrategien zu aktualisieren, wenn sich die Dynamik in einer Branche ändert.