Medizintechnik

Was wir bieten

Die beiden Aspekte, die bisher die zentrale Rolle im Geschäftsmodell der Medizintechnik gespielt haben, nämlich Innovation und Beziehungen zur Ärzteschaft, werden durch ein neues Ethos ersetzt: Kosteneindämmung und Berücksichtigung der Anforderungen einer größeren Bandbreite an Auftraggebern. Die tonangebenden Akteure im Medizintechnikmarkt können allerdings ihre Kosten nur bis zu einem gewissen Grad senken. Und ihre Optionen, die Umsätze über allmähliche, nicht-disruptive Produktiterationen oder durch eine Intensivierung ihrer Beziehungen zur Ärzteschaft zu steigern, sind noch geringer.

Medizintechnikunternehmen in aller Welt werden vor dem Hintergrund dieses Marktumfelds von Bains Expertenteams dabei unterstützt, diesen neuen Prioritäten Rechnung zu tragen:

  • Verändertes Verständnis vom Kundenkreis: Unternehmen müssen die Art und Weise überdenken, wie sie Kundengruppen einteilen und diese Segmentierung im Laufe der Zeit aktualisieren.
  • Entwicklung neuer, flexibler Geschäftsmodelle: Es gilt maßgeschneiderte Modelle zu entwickeln, die den Anforderungen eines differenzierten und sich weiter entwickelnden Marktes erfüllen ohne die Umsatzkosten zu steigern.
  • Konzipierung eines nachhaltigen Modells der Ärztebindung: Das neue Modell sollte genauso produktiv wie das alte sein, auch wenn es die Rolle des Arztes als Innovator, Fürsprecher und Kunde offensichtlich stärkt.
  • Umstieg auf ein effizienteres F&E-Modell: Erfolgreiche, zukunftsorientierte Medizintechnikunternehmen konzentrieren sich auf Innovationsinitiativen aus internen und externen Quellen, die sich auf unterschiedliche Technologien erstrecken und auf Anwendungen basieren. Sie investieren Kapital in strategische Übernahmen, gewinnen und binden Nachwuchstalente und steigen in den kommodifizierten Produktmärkten von einem „Design-to-Ideal"-Ansatz auf einen „Design-to-Value"-Ansatz um.
  • Rationalisierung der Fertigung und der allgemeinen Verwaltungskosten: Sollen unnötige Kosten vermieden, aber ertragsstarke Bereiche unterstützt werden, ist ein strategischer Kostenfokus unabdingbar.
  • Investitionen mit Erfolgsaussichten in unentdeckten Bereichen: Noch immer bestehen Chancen für Medizintechnikunternehmen für disruptive Produktinnovationen und die Entwicklung neuer Märkte in Nischenbereichen – sowohl im therapeutischen als auch im geografischen Sinne.
Unser Ansatz

Die erprobte Erfolgsformel des medizintechnischen Sektors ändert sich gerade grundlegend. Insbesondere drei Trends beeinflussen die Wertgenerierung des Sektors maßgeblich: Tempo und relative Differenzierung der Innovation; Kaufkraft und Rolle der Ärzte sowie die Möglichkeit, Aufpreise für zusätzliche Produktmerkmale und –vorteile zu berechnen. Die Reform im Gesundheitswesen in den USA beschleunigt diese Veränderungsprozesse zusätzlich.

Marktführende Unternehmen merken zunehmend, dass sie den Sturm nur mit verändertem Kurs bestehen und nicht davon ausgehen können, dass die Branche im nächsten Zyklus automatisch in das alte Fahrwasser zurückgespült wird.

Die führenden Medizintechnikunternehmen können sich Wettbewerbsvorteile sichern, wenn ihre Anpassung an die neue Realität gelingt und sie ihre Größenvorteile nutzen. Flexibilität ist in diesem herausfordernden Umfeld entscheidend. Wer nicht schnell genug reagiert, könnte von einer Welle völlig neuartiger Unternehmen verdrängt werden: Von flexiblen Wettbewerbern, die unbelastet von der Vergangenheit in der sich neu entfaltenden Landschaft der Medizintechnik heranwachsen.